Das Gold von Franz Kafka
Am 30 Oktober 2005 wurde im Museum „Franz Kafka“ in Prag dem russischen Künstler und Schauspieler Konstantin Kryukov die goldene Medaille der Europäischen Gesellschaft „Franz Kafka“ „Für den außerordentlichen Beitrag in die Entwicklung der Modernen Kunst“ verliehen. Bisher soll es nichts Ähnliches gegeben haben. Weder in der Form, noch in dem Inhalt und schon gar nicht in der Technik.
Die
Gemälde dieses Malers, den ich für das Genie des jetzigen
Jahrhundertes halte, sind kein Realismus, kein Surrealismus, kein Im-
oder Expressionismus, kein Kub, kein Kreis und sicher kein Quadrat!
Sie sind überhaupt kein “Ismus“.
Sie sind die Matrix des Malereiuniversums. Maler gab es in der Geschichte der Menschheit – mehrere Tausende. Sehr Berühmte Maler – mehrere Hunderte. Super berühmte in der ganzen Geschichte der Kunst – weniger als ein Hundert. Aber echte Genies waren nur einzelne.
„Mein
ganzes Leben, - gestand mir ein anerkannter Maler, wahrend er diese
Gemälde ansah, - haben sowie ich als auch viele von meinen
Kollegen davon geträumt etwas absolut Neues und nur meins
in der Kunst zu erschaffen!“.
Davon haben vielleicht
nicht alle aber die meisten Maler sicher geträumt, ich selbst
bin dabei keine Ausnahme auch!
Alles haben die mehreren nicht
untalentierten Meister meistern können: die Technik der Malerei,
die Kunstgeschichte – und das alles in Vollkommenheit. Leider
hat ihnen das alles nicht sehr geholfen. Es war das ja auch nicht
ihre Schuld. Es war ihnen einfach nicht gegeben worden. Seit
langem hat Herr Gott keinen Raphael mehr erschaffen.
Natürlich
gab es immer und gibt’s immer noch sehr talentierte Künstler.
Aber die schönen Geigen werden auch nicht von den ungelernten
Arbeitern gemacht, sondern von den höchstprofessionellen
Meistern. Aber Stradivari war doch und scheinbar wird auch weiter der
beste bleiben.
Millionenschwere Investitionen in aufdringlich
verlogene Werbung sowie frech gekaufte Rezensionen von
Pseudoexperten katapultierten auf den Olymp der Berühmtheit
die Leute, die ich lieber hier nicht mit ihren Namen nennen sollte,
die aber meistens entweder sehr gute Handwerker oder
professionelle Meister des Bluffs waren.
Die heute allgemein
anerkannten Kriterien der Kunstbewertung, die von Sotheby's und
Christies, bestimmen durchaus nicht den echten Wert der Kunst für
die Ewigkeit! Deshalb starben und sterben in Armut immer noch die
Künstler, die entsprechende Anerkennung ihr ganzes Leben lang
erwartet und nie gefunden haben, die nicht zur rechten Zeit am
rechten Ort waren, die vielleicht aber die echt genialen Künstler
waren.
Dieses Genie war nie arm, hat sich nie jemandem
angeboten und wurde deshalb vielleicht auch nie von jemandem außer
von sich selbst erschaffen. Gemalt hat er sein ganzes Leben nur für
sich selbst, so wie man raucht oder Wein trinkt. Er ist noch kein
Professioneller geworden und hat es hoffentlich auch nicht vor.
Eigentlich kam er in die Welt der Kunst durch Zufall wie der „Fremde“
in der „Pest“ von Albert Camus oder vielleicht als
kleiner Prinz aus dem Universum von Antuan de Sent Exupery…
Malen
wie ein geborener Meister, ohne Vorbereitung und Lehrer, begann er
noch im Alter etwa von 8 Jahren. Er kam an eine weiße
Plastiktafel die im Arbeitszimmer des Vaters hing, nahm einen
Schwarzen Flomaster und malte sein erstes Bild - einen Indianer im
Kampfanzug. Mit nur einem Zug, ohne die Hand von der Tafel zu
entnehmen. So schrieb Mozart, ohne Korrekturen.
Der Vater,
der das gesehen hat, war so überrascht, dass eine Woche später
war er schon in einer der besten Kunstschulen in Zürich. Er
studierte dort zwei Jahre, aber nur die Technik. Als seine
verhältnismassig erwachsenen Mitschüler zur gegebenen Zeit
zum Studieren der Kunst selbst übergehen sollten, haben die
Eltern ihn von der Schule genommen, um sein von der Natur gegebenen
Geschmack von den Regeln des Fliessbandes des mitteleuropäischen
Schwitzeravantgardismus zu schützen. Damit war seine offizielle
Kunstausbildung beendet.
Der nicht zu Ende gebildete hörte
aber nie auf zu malen. Einfach so, nur für sich. Meistens in der
Nacht. Tagsüber studierte er weiter in Gymnasium und zusätzlich
in verschiedenen anderen Schulen. Zum Beispiel studierte er
Gemmologie im Gemoligical Institute of America (GIA). Er hat fünf
allerlei mögliche Zertifikate und Diplome von GIA, als
professioneller Gemmologe – Edelsteinexperte, schon mit 16
Jahre bekommen.
Davon überzeugt, dass Edelsteine Gemälde
der Natur sind, schaffte er es auch aus so einer rein praktischen
Wissenschaft etwas nur für sich und sein Kunstuniversum
herauszunehmen. Ihn begeisterte nicht so der Preis, sondern eher die
überwältigende Schönheit solcher Steine wie Brillant,
Saphir, Smaragd...
Seinem liebsten Bild gab er den Namen
„Bella“ – „Die Schöne“. Im Zentrum
dieses Gemäldes befindet sich ein goldener Brillant, der die
Form eines idealen Konus hat. Allein die Form dieses Steines
widerruft alle Gesetzte, die bisher von der traditionellen Physik und
Kristallographie anerkannt wurden. Alle Expertenbeschlusse zeugen
darauf, dass ein Stein dieser Form überhaupt nicht existieren
darf!
Ob so was möglich ist oder nicht, ist es andere
Seite der Existenz dieses Gemäldes. Unbestritten bleibt nur eins
– ein fantasmagorisches Gemälde und ein Stein, den es nur
ein Mal auf dieser Welt gibt, haben sich durch den Wink des Pinsels
in der Hand eines Meisters in ein vollendetes Kunstwunder vereinigt.
Möglicherweise heißt der Artikel, den eines der
bekanntesten Magazine in Europa „L’Officiel“ über
ihn geschrieben hat, gerade darum auch „Brillanten“.
Nach Gymnasium und Edelsteinstudium ging er wieder studieren.
Diesmal Jura, auf der Moskauer Staatsakademie für Jura, die er
jetzt gerade schon fast beendet hat. Wozu, fragt man sich? „Um,
- wie er sich ausdrückt - “sich mit den Regeln auf dem
Spielfeld des Lebens bekannt zu machen.“.
Er begeisterte
sich seit Kindheit für die Literatur, für den
unbergreiflichen Hesse, die glänzende Philosophiesprache
Tchechovs und Remarks, den impressionistisch malerischen Paustovsky,
die expressionistischen Gedanken von Kafka, Nietzsche und Block…
Er
spielte Gitarre, schrieb Gedichte, fuhr Karts, versuchte moderne
Kleidung zu entwerfen, spielte auf der FOREX Börse und vieles
mehr. Er suchte sich selbst wie er nur konnte. Doch mit dem Malen
hörte er nie auf. Nur für sich… nachts...
Es
hat sich alles geändert, als eines Tages bekam ein sehr
berühmter Gallerist aus Paris zufällig seine Bilder zu
sehen. Seine Reaktion war überraschend. „Wenn das alles in
Öl gemalt wäre, würde ich alles sofort kaufen!!!“
Wollen Sie Ölfarbe? Kein Problem! Aber nicht zum
Verkauf! Es lohnt sich nicht mit seiner Kunst Geschäfte zu
machen. Malen wie er es tut: äußerst langsam und einmalig
(ein Bild zu malen dauert etwa 2-3 Monate und das, wenn er jeden Tag
stabil 8-10 Stunden arbeitet) ist eine höllische Arbeit. Auf
jeden Quadratzentimeter legt er unzählige Pinselstriche, mit
einzigartigen Farbkombinationen die ich nur bei ihm gesehen habe.
Dazu kommt noch, dass alle seine Bilder Mehrschichtig sind.
Er malt 3-4 Bilder, eins auf das andere. Das menschliche Auge, wie er
behauptet, kann nur einen kleinen Teil seiner Bilder wahrnehmen,
alles andere wird für das Unterbewusstsein gemalt.
Um
herauszufinden was das Geheimnis seiner Bilder ist und wo dieses
Geheimnis liegt, in der ersten oder vielleicht in der fünften
Schicht, müsste man die Schichten voneinander trennen und somit
das Bild Zerstören. Deshalb brauchen seine Bilder keine
Zertifizierung. Sie sind unnachahmbar. Solche Bilder zu fälschen
ist nach der Meinung von Experten unmöglich. Es ist absolut
unglaublich, aber nach meiner nicht sehr geringen Erfahrung auf
diesem Gebiet, kann ich ohne weiteres behaupten: so wie dieser Junge
hat noch kein Mensch bisher gemalt.
Obwohl er es nicht eilig
hat, er ist nur 20 Jahre alt, gibt es immer die Gefahr dass er sich
unvermeidlich selber einmal wiederholen wird. Jahre und Jahrzehnte
lang immer wieder unnachahmlich zu sein und jedes Mal etwas absolut
neues zu erschaffen, ist bisher noch niemandem gelungen. Aber auf
meine Frage: „Was wird morgen sein?“ - Antwortete er,
ohne eine Sekunde nachzudenken: „Es wird immer nur
interessanter werden, ich habe noch so viel verschiedene Gedanken…“
Diese Antwort trug die Kraft eines Wissens das nur ihm
gehört. Es gibt kein Zweifel, dieser Künstler wird noch
eine sehr lange Zeit, vielleicht sein ganzes Leben, Sachen erschaffen
die noch nie zuvor existiert haben.
Bisher sind alle, die
seine Gemälde gesehen haben, davon überzeugt, das man
diesen fantastischen Chaos von miteinander harmonierenden Farben,
diese Formen und Schichten, die in verschiedenen Dimensionen
existieren, einfach nicht nachmachen kann.
In seinen Bildern
sind so viele „Schätze“ verborgen das man sie Jahre
lang suchen könnte. Und wie auch in der Bibel würde man
jedes Mal was anderes und ganz besonderes finden. „Alles was
die Menschen heute sehen ist nichts mehr als ein Widerschein einer
neuen Realität, die sich im dicken Nebel der Millionen Jahre
langen Geschichte der Menschheit bildet. Ich sehe viel mehr in dieser
Finsternis aus dem verdorbenen ekelhaften Gold, wie die Fledermaus in
der Höhle, wie die Eule in der Nacht, wie ein Fisch im tiefen
Ozean…“
Das war ein Zitat aus dem Buch welches
das Genie in den kommenden Jahren zu beenden vorhat. Auch sein Buch
ist nicht wie die von anderen: es wird gleichzeitig in zwei Sprachen
geschrieben - Deutsch und Russisch, weil die beiden übrigens für
den Künstler Muttersprachen sind. Manche Dinge kann man mit
Russisch nicht beschreiben, andere Sachen versteht man nur auf
Deutsch. Im „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi zum
Beispiel ist vieles auf Französisch geschrieben, was auch
denselben Grund hatte.
Das Erstaunlichste dabei ist, das
seine Bilder nicht zu kaufen sind. Er verkauft sie einfach nicht.
Deshalb kann Alles, was sie hier lesen, nicht als Werbung verstanden
werden, sie hätte einfach keinen Sinn. Das ist noch eine seiner
Besonderheiten.
Wer ist den letztendlich dieses Genie des 21
Jahrhunderts? Man wird ihn bald sehen können, praktisch überall
gleichzeitig: im Herbst 2005 im Kino und im Fernsehen- als
Schauspieler, der eine der Hauptrollen im Film von Fedor
Bondartchouk: “Die 9 Einheit“ spielt.
Sein Held
trägt den Spitznamen Joconda. So haben ihn seine Filmkameraden
für seine Liebe zur Malerei genannt. Ein junger Bursche im
blauen Beret der nie, sogar mitten im Krieg, aufhört das Leben
zu malen. Dabei spielt er praktisch nichts. Rein zufällig war
seine ganze Rolle wie von ihm abgeschrieben und wenn er auch
irgendjemanden auf dem Bildschirm darstellen sollte dann war es immer
nur er selbst. Ein einziger Moment im Film fiel ihm sehr schwer -
sein Filmtod. Da konnte er nicht er selber sein, das musste man echt
durchleben. Der Tod kommt zu ihm im Finale des Filmes gerade als er
am Malen ist.
Franz Kafka schrieb in seinem Tagebuch: „Die
Höhlung, welche das geniale Werk in das uns Umgebende gebrannt
hat, ist ein guter Platz, um sein kleines Licht hineinzustellen.
Daher die Anfeuerung, die vom Genialen ausgeht, die allgemeine
Anfeuerung, die nicht nur zur Nachahmung treibt.“
Die
Gemälde des Preisträgers der Goldenen Medaille von Franz
Kafka sind nicht einfach ein Licht in der Höhlung, sondern eher
eine sehr helle Fackel!
Jan Haida
Präsident
der
Union der Graphiker
der Tschechischen Republik